UMBAU DES GESCHÄFTSHAUSES ZU EINEM APPARTEMENTHOTEL

Anschrift:
Sögestraße, Bremen

Bauherr:
Müller & Bremermann

Bauzeit:
2018-2020

Bauleitung:
Campe Janda Architekten BDA

Fotos:
Silke Schmidt

 

Das ehemalige Seidenhaus entstand 1910-11 nach den Plänen der Bremer Architekten Heinrich Wilhelm Behrens und Friedrich Neumark als Konfektionsgeschäft. Das mächtige, sechsgeschossige Gebäude mit einem Staffelgeschoss und einem Walmdach weist als Bau des aufkommenden Warenhaustypus entsprechende neuartige Stilelemente auf. Die Fassade ist gegliedert in ein Ladengeschoss, den drei unterschiedlich zusammengefassten Mitteletagen, der davon abgesetzten fünften Etage und dem Staffelgeschoss.
1993 wurde das Gebäude als Bremer Kulturdenkmal unter Denkmalschutz gestellt.

Die oberen Geschosse wurden eine Zeitlang vom Oberlandesgericht genutzt und sollten zum Appartementhotel umgebaut werden.Hier konnte eine Vielzahl an unterschiedlich gestalteten Appartements untergebracht werden. Im umfangreich ausgebauten Dachgeschoss wurden zwei zusätzliche Ebenen für Appartements als Maisonette ausgebaut. Dabei war der Forderung aus dem Denkmalamt Rechnung zu tragen, die geschlossene große Dachfläche nicht durch Aufbauten zu stören. Die Appartements orientieren sich dadurch ausschließlich zur südlichen Hoffläche.

Im Rahmen der Sanierung wurde eine Schadenskatierung der Tuffsteinfassade aufgenommen, die dann in Abstimmung mit dem Denkmalamt umgesetzt wurde. Um den Wärmeschutz zu gewährleisten sind die historischen Kastenfenster überarbeitet und mit einem zweiten innenliegenden Fenster hergestellt worden. Als konstruktive Besonderheit ist für damalige Verhältnisse eine sehr innovative Plattenbalkendecke mit Rohrzelleneinlagen zur Abtragung der Geschosslasten gewählt worden. Diese sehr filigrane Konstruktion sorgte allerdings auch dafür, dass die Brandschutzertüchtigung relativ aufwändig war.

Im Erdgeschoss und dem ersten Obergeschoss befindet sich ein Modegeschäft gehobenen Standards.